
Die Weiterbildung zum Ausbilder mit eidg. Fachausweis / zur Ausbilderin mit eidg. Fachausweis eröffnet vielseitige Möglichkeiten in der Berufs- und Erwachsenenbildung. Gleichzeitig stellt sie hohe Anforderungen an Zeit, Engagement und pädagogische Kompetenzen. Die folgenden Punkte zeigen die wichtigsten Herausforderungen auf, die Interessierte vor ihrer Entscheidung berücksichtigen sollten.
Die Ausbildung zum Ausbilder mit eidg. Fachausweis / zur Ausbilderin mit eidg. Fachausweis erfolgt in der Regel berufsbegleitend und verlangt neben den Unterrichtstagen zusätzliche Zeit für Vor- und Nachbereitung, Kompetenznachweise sowie praktische Erfahrungen. Besonders wichtig ist eine gute Planung, damit Weiterbildung, Beruf und Privatleben miteinander vereinbar bleiben. Für den Ausbilder-Fachausweis werden 300 Stunden (à 60 Minuten, min. 200 in Gruppenunterricht mit 3 oder mehr Personen) Praxiserfahrung im Bildungsbereich gefordert, was bei kleinem Pensum oder unregelmässigem Unterrichten länger dauern kann. Bei selbständiger Unterrichtstätigkeit sind Fremdbestätigungen durch Belege zur Anrechnung der Praxiserfahrung notwendig.
Ausbilderinnen und Ausbilder arbeiten intensiv mit Menschen und benötigen deshalb neben Fachwissen auch kommunikative Stärke, pädagogisches Geschick und Sozialkompetenz. Besonders das Anleiten von Gruppen, der Umgang mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und das Vermitteln komplexer Inhalte können herausfordernd sein.
Auch wenn kein klassischer grosser Prüfungstag im Mittelpunkt steht, müssen während der Weiterbildung verschiedene Kompetenznachweise erbracht werden. Dies erfordert regelmässiges Lernen, praktische Anwendung und die Auseinandersetzung mit den eigenen Unterrichts- und Begleitungskompetenzen.
Viele Ausbilderinnen und Ausbilder arbeiten neben ihrer Haupttätigkeit in Teilzeit oder für mehrere Auftraggebende. Je nach Fachgebiet, Erfahrung und Netzwerk kann sich die berufliche Situation unterschiedlich entwickeln. Wer regelmässig unterrichtet und sich ein Netzwerk aufbaut, kann attraktive Einsatzmöglichkeiten finden.
Ausbilderinnen und Ausbilder sind je nach Tätigkeit nicht immer an einen festen Arbeitsplatz oder klassische Bürozeiten gebunden. Kurse können bei verschiedenen Auftraggebenden, Bildungsinstitutionen oder externen Standorten stattfinden. Deshalb sind Flexibilität, Organisation und eine gewisse Bereitschaft für unterschiedliche Einsatzzeiten wichtig.
Trotz der genannten Herausforderungen bietet der eidgenössische Fachausweis als Ausbilder / Ausbilderin attraktive Perspektiven in der Berufs- und Erwachsenenbildung. Wer bereit ist, Zeit in die eigene Weiterbildung zu investieren und Menschen beim Lernen zu begleiten, schafft eine gute Grundlage für vielfältige Einsatzmöglichkeiten und weitere Entwicklungsschritte im Bildungsbereich.
Siehe dazu auch unser Video
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