Projektmanagement-Zertifikate im Vergleich: IPMA, PMI, HERMES und Schulzertifikate

Wer sich im Projektmanagement weiterbilden möchte, steht vor einer grossen Auswahl an Zertifikaten. Neben Lehrgangsabschlüssen von Schulen gibt es international etablierte Zertifizierungen wie IPMA und PMI, die Schweizer Projektmanagement-Methode HERMES sowie verschiedene agile Zertifikate. Doch worin unterscheiden sie sich und welcher Abschluss ist für welche berufliche Situation sinnvoll?

Entscheidend ist nicht allein der Bekanntheitsgrad eines Zertifikats. Auch deine bisherige Berufserfahrung, deine Aufgaben im Projekt und die Methoden, mit denen dein Arbeitgeber arbeitet, spielen eine wichtige Rolle. Während einige Zertifikate grundlegendes Projektmanagementwissen bestätigen, setzen andere praktische Erfahrung in der Leitung von Projekten voraus.

Welche Projektmanagement-Zertifikate gibt es?

Die wichtigsten Möglichkeiten lassen sich in sechs Gruppen einteilen:

Zertifikat Für wen geeignet? Erfahrung Schwerpunkt Typische Einsatzbereiche
Schulzertifikat Einsteiger, Projektmitarbeitende und angehende Projektleitende Je nach Lehrgang Grundlagen und Methoden des Projektmanagements Branchenübergreifend
HERMES Projektmitarbeitende und Projektleitende im HERMES-Umfeld Je nach Zertifizierungsstufe Schweizer Projektmanagement-Methode Verwaltung, ICT und Unternehmen
IPMA Projektmitarbeitende und erfahrene Projektfachleute Je nach Level Projektmanagement-Kompetenzen und Praxiserfahrung Branchenübergreifend, national und international
PMI CAPM Einsteiger und Personen mit ersten Projektmanagementkenntnissen Keine mehrjährige Projektleitungserfahrung erforderlich PMI-Standards und Grundlagen des Projektmanagements International tätige Unternehmen und Organisationen
PMI PMP Erfahrene Projektleitende Mehrjährige Erfahrung in der Leitung von Projekten Professionelles Projektmanagement International und branchenübergreifend
Agile Zertifikate Personen in agilen Teams und Organisationen Je nach Zertifikat Agile Methoden und Frameworks Besonders IT, Software- und Produktentwicklung

Die Tabelle bietet eine erste Orientierung. Die Zertifikate unterscheiden sich allerdings nicht nur hinsichtlich der Zielgruppe, sondern auch bei den Prüfungsanforderungen und der Art des Kompetenznachweises.

Ein Schulzertifikat im Projektmanagement ist häufig ein geeigneter Einstieg, wenn du bisher wenig Erfahrung mit der Planung und Leitung von Projekten hast. Verschiedene Bildungsanbieter führen eigene Lehrgänge durch und stellen nach erfolgreichem Abschluss ein Zertifikat aus.

Im Unterricht lernst du beispielsweise, wie du Projekte planst, Ziele definierst, Aufgaben verteilst, Termine koordinierst und Kosten kontrollierst. Auch Projektorganisation, Kommunikation, Risikomanagement und der Umgang mit Projektbeteiligten gehören häufig zu den Lerninhalten.

Für wen eignet sich ein Schulzertifikat?

  • Für Einsteiger, die sich grundlegendes Projektmanagementwissen aneignen möchten.
  • Für Mitarbeitende, die regelmässig in Projekten mitarbeiten.
  • Für Personen, die künftig kleinere Projekte oder Teilprojekte übernehmen möchten.
  • Für Berufsleute, die ihre bisherigen Kenntnisse systematisch erweitern wollen.

Was ist bei der Auswahl wichtig?

Schulzertifikate sind nicht automatisch untereinander vergleichbar. Die Bezeichnung, die Lerninhalte, die Dauer und die Abschlussprüfung werden je nach Bildungsanbieter unterschiedlich gestaltet. Ein Schulzertifikat ist deshalb nicht gleichzusetzen mit einer unabhängigen Zertifizierung nach IPMA, PMI oder HERMES.

Prüfe vor der Anmeldung, welche Kompetenzen du erwirbst, ob eine Prüfung vorgesehen ist und wie praxisorientiert der Lehrgang aufgebaut ist. Wenn du später eine anerkannte externe Zertifizierung anstrebst, solltest du ausserdem klären, ob die Weiterbildung als Vorbereitung dafür geeignet ist.

HERMES ist eine standardisierte Projektmanagement-Methode, die vom Bund entwickelt wurde. Sie unterstützt Organisationen bei der strukturierten Planung, Steuerung und Durchführung von Projekten. Besonders verbreitet ist sie in der Schweizer Bundesverwaltung sowie bei Kantonen, Gemeinden und im ICT-Umfeld. Auch Unternehmen der Privatwirtschaft setzen HERMES ein.

Die Methode beschreibt unter anderem Projektphasen, Rollen, Aufgaben und Ergebnisse. Sie stellt zudem Vorlagen und Hilfsmittel zur Verfügung, die eine einheitliche Projektabwicklung erleichtern.

Welche HERMES-Zertifikate gibt es?

Es gibt zwei zentrale Zertifizierungsstufen:

  • HERMES Foundation: Richtet sich an Projektmitarbeitende und Personen, die grundlegende Kenntnisse der Methode nachweisen möchten. Auch Projektleitende, Auftraggebende und weitere Projektbeteiligte können davon profitieren.
  • HERMES Advanced: Richtet sich an erfahrene Projektleitende und Personen, die HERMES in der Projektführung anwenden.

Für die Foundation-Prüfung sind keine restriktiven Zulassungsbedingungen vorgesehen. Für Advanced werden vertiefte Kenntnisse und praktische Erfahrung mit HERMES empfohlen beziehungsweise vorausgesetzt, soweit dies die jeweiligen Prüfungsbedingungen vorsehen.

Wie lange ist ein HERMES-Zertifikat gültig?

Das HERMES Foundation-Zertifikat ist unbeschränkt gültig. Das Advanced-Zertifikat hat eine Gültigkeit von fünf Jahren und muss anschliessend rezertifiziert werden.

Eine aktuelle Besonderheit betrifft die Zertifizierungsorganisation: Bis Ende 2026 ist TÜV SÜD für die Zertifizierung zuständig. Ab dem 1. Januar 2027 übernimmt die SAQ (Swiss Association for Quality) diese Aufgabe. Die HERMES-Methode selbst bleibt davon unberührt.

Für wen lohnt sich HERMES?

Wenn du in einer Schweizer Verwaltung, in einem ICT-Projekt oder in einer Organisation arbeitest, die HERMES einsetzt, kann eine entsprechende Zertifizierung besonders sinnvoll sein. Du lernst damit nicht nur allgemeine Projektmanagementgrundlagen, sondern kannst gezielt nachweisen, dass du mit dem in deiner Organisation verwendeten Vorgehen vertraut bist.

Die IPMA (International Project Management Association) bietet ein international ausgerichtetes Zertifizierungssystem für Projektmanagement, Programmmanagement und Portfoliomanagement. In der Schweiz ist der Verein zur Zertifizierung von Personen im Management (VZPM) für die Zertifizierung zuständig.

Im Unterschied zu einer reinen Wissensprüfung berücksichtigt IPMA neben theoretischen Kenntnissen auch die praktische Anwendung und die persönliche Kompetenz. Dazu gehören beispielsweise Führung, Kommunikation, Zusammenarbeit, Planung und die Steuerung von Projekten.

Welche IPMA-Zertifikate gibt es?

Die IPMA-Zertifizierung im Projektmanagement umfasst vier Levels:

Level Bezeichnung Zielgruppe und Kompetenzniveau
IPMA Level D Certified Project Management Associate Personen mit Projektmanagementwissen, die in Projektteams mitarbeiten
IPMA Level C Certified Project Manager Projektleitende mit Erfahrung in Projekten begrenzter Komplexität
IPMA Level B Certified Senior Project Manager Erfahrene Projektleitende, die komplexe Projekte verantworten
IPMA Level A Certified Project Director Sehr erfahrene Fachleute, die besonders komplexe Projekte, Programme oder Portfolios auf strategischer Ebene steuern


Welches IPMA-Level passt zu deiner Erfahrung?

  • Level D: Du möchtest dein Projektmanagementwissen nachweisen, hast aber noch keine oder wenig praktische Erfahrung. Für dieses Level musst du keine praktische Projektmanagementerfahrung belegen.
  • Level C: Du hast bereits mehrere Jahre Projekte geleitet oder in einer verantwortlichen Projektmanagementrolle gearbeitet. Für Level C sind grundsätzlich mindestens drei Jahre entsprechende Erfahrung innerhalb der letzten sechs Jahre nachzuweisen.
  • Level B und A: Diese Levels richten sich an sehr erfahrene Projektfachleute, die komplexe Projekte, Programme oder Portfolios verantworten. Die Zulassung hängt von der jeweiligen Erfahrung, Verantwortung und Komplexität ab.

Du musst nicht zwingend mit Level D beginnen. Wenn du die Anforderungen eines höheren Levels erfüllst, kannst du dich direkt dafür bewerben.

Was zeichnet IPMA aus?

IPMA betrachtet Projektmanagement als Zusammenspiel verschiedener Kompetenzen. Neben Methodenwissen spielen auch persönliche und soziale Fähigkeiten sowie das Verständnis für das Umfeld eines Projekts eine wichtige Rolle. Dadurch eignet sich die Zertifizierung insbesondere für Berufsleute, die ihre praktische Projektmanagementkompetenz nachweisen möchten.

Das Project Management Institute (PMI) ist eine international tätige Organisation im Projektmanagement. Besonders bekannt sind die Zertifikate CAPM und PMP. Sie basieren auf den Standards und Kompetenzmodellen des PMI und sind in vielen internationalen Unternehmen und Organisationen relevant.

CAPM: Einstieg in das professionelle Projektmanagement

Die Zertifizierung Certified Associate in Project Management (CAPM) richtet sich an Personen, die sich grundlegende Projektmanagementkenntnisse aneignen und diese mit einem international ausgerichteten Zertifikat belegen möchten.

Für die Zulassung brauchst du einen Sekundarschulabschluss oder einen gleichwertigen Abschluss sowie mindestens 23 Stunden Projektmanagement-Ausbildung vor der Prüfung. Mehrjährige Erfahrung in der Leitung von Projekten ist nicht erforderlich.

Die CAPM-Prüfung behandelt unter anderem:

  • Grundlagen und zentrale Begriffe des Projektmanagements
  • Klassische, planbasierte Projektmanagementmethoden
  • Agile Frameworks und Vorgehensweisen
  • Grundlagen der Business-Analyse

Das CAPM eignet sich somit für Einsteiger, Projektmitarbeitende und Personen, die sich auf eine spätere Tätigkeit als Projektkoordinator oder Junior-Projektleiter vorbereiten möchten.

PMP: Zertifizierung für erfahrene Projektleitende

Die Zertifizierung Project Management Professional (PMP) richtet sich an Berufsleute, die bereits über mehrjährige Erfahrung in der Leitung von Projekten verfügen. Sie gilt als eine der international bekanntesten Projektmanagement-Zertifizierungen.

Die Zulassungsbedingungen wurden 2026 angepasst. Je nach Bildungsabschluss sind folgende Erfahrungszeiten erforderlich:

Bildungsabschluss Erforderliche Erfahrung in der Projektleitung
Sekundarstufe II, beispielsweise Maturität oder gleichwertiger Abschluss Mindestens 60 Monate innerhalb der letzten 10 Jahre
Anerkannter Abschluss auf postsekundärer Stufe, beispielsweise ein entsprechender höherer Fach- oder Berufsabschluss Mindestens 48 Monate innerhalb der letzten 10 Jahre
Bachelorabschluss oder höher Mindestens 36 Monate innerhalb der letzten 10 Jahre
Bachelor- oder weiterführender Abschluss aus einem PMI-GAC-akkreditierten Studienprogramm Mindestens 24 Monate innerhalb der letzten 10 Jahre

Zusätzlich ist eine Projektmanagement-Ausbildung von mindestens 35 Stunden nachzuweisen. Eine aktive CAPM-Zertifizierung kann diese Ausbildungsanforderung ebenfalls erfüllen. Die genauen Anforderungen an Bildungsabschlüsse und deren Einstufung sind bei der Anmeldung zu prüfen.

Was hat sich 2026 bei der PMP-Zertifizierung geändert?

PMI hat die PMP-Zertifizierung 2026 aktualisiert. Die überarbeiteten Anforderungen und Prüfungsinhalte berücksichtigen unter anderem die zunehmende Bedeutung von künstlicher Intelligenz, Nachhaltigkeit, hybriden Vorgehensweisen und der Wertschöpfung durch Projekte.

Die Prüfung umfasst weiterhin die Bereiche People, Process und Business Environment. Damit werden neben der methodischen Projektsteuerung auch Führung, Zusammenarbeit, strategische Einordnung und organisatorische Rahmenbedingungen berücksichtigt.

Wenn du ein PMP-Zertifikat anstrebst, solltest du deshalb unbedingt mit den aktuell gültigen Zulassungsbedingungen und Prüfungsunterlagen von PMI arbeiten. Ältere Informationen zu den Anforderungen können inzwischen überholt sein.

Nicht alle Projekte werden nach einem klassischen, im Voraus vollständig geplanten Vorgehen durchgeführt. Gerade in der Softwareentwicklung, in der Produktentwicklung und in dynamischen Unternehmensbereichen kommen agile Methoden zum Einsatz. Sie ermöglichen es Teams, schrittweise Ergebnisse zu liefern, auf Veränderungen zu reagieren und eng mit Auftraggebenden oder Nutzenden zusammenzuarbeiten.

Wenn du in einem solchen Umfeld tätig bist, kann eine agile Zertifizierung eine sinnvolle Ergänzung zu einem allgemeinen Projektmanagement-Zertifikat sein.

Welche agilen Zertifikate gibt es?

Zu den bekannten Möglichkeiten gehören:

  • Professional Scrum Master (PSM): Zertifizierung von Scrum.org für Personen, die Scrum-Teams unterstützen und die Rolle des Scrum Masters übernehmen möchten. Es gibt mehrere Levels, darunter PSM I, PSM II und PSM III.
  • Professional Scrum Product Owner (PSPO): Zertifizierung für Personen, die in Scrum-Teams die Verantwortung für den Produktwert und das Product Backlog übernehmen.
  • Certified ScrumMaster (CSM): Zertifizierung der Scrum Alliance für Personen, die Scrum verstehen und als Scrum Master arbeiten möchten.
  • SAFe-Zertifizierungen: Verschiedene Zertifikate für die Anwendung des Scaled Agile Frameworks, das agile Zusammenarbeit über mehrere Teams und Organisationseinheiten hinweg unterstützt.
  • IPMA Agile Leadership: Zertifizierungen für Personen, die agile Kompetenzen auf unterschiedlichen Erfahrungs- und Verantwortungsebenen nachweisen möchten.

Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Anbieter. Bei Scrum.org ist beispielsweise der erfolgreiche Abschluss einer Online-Prüfung entscheidend; ein vorgängiger Kurs ist nicht zwingend vorgeschrieben. Andere Zertifizierungen setzen die Teilnahme an einem anerkannten Training voraus.

Wann ist eine agile Zertifizierung sinnvoll?

Wenn du als Scrum Master, Product Owner oder in einem agilen Projektteam arbeitest, kann ein entsprechendes Zertifikat deine methodischen Kenntnisse belegen. Für klassische Projektleitungsaufgaben mit Budget-, Termin- und Ressourcenverantwortung ist dagegen häufig ein breiteres Projektmanagement-Zertifikat passender. In manchen Organisationen ergänzen sich klassische und agile Kompetenzen.

Die passende Zertifizierung hängt vor allem davon ab, welche Aufgaben du heute übernimmst und welche Verantwortung du künftig tragen möchtest.

  • Du bist neu im Projektmanagement: Ein Schulzertifikat oder das PMI CAPM kann dir helfen, die Grundlagen zu erlernen und erste Kenntnisse nachzuweisen. Auch IPMA Level D ist eine Möglichkeit, wenn du deine Projektmanagementkompetenzen mit einer externen Zertifizierung belegen möchtest.
  • Du arbeitest in einer Schweizer Verwaltung oder im ICT-Umfeld: Wenn deine Organisation HERMES einsetzt, ist eine HERMES-Zertifizierung naheliegend. Für Projektmitarbeitende bietet sich Foundation an, für erfahrene Projektleitende Advanced.
  • Du möchtest deine praktische Projektmanagementkompetenz nachweisen: IPMA ist besonders interessant, wenn du nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch deine Erfahrung und deine Kompetenzen in der Projektarbeit belegen möchtest. Das passende Level richtet sich nach deiner bisherigen Verantwortung und Projekterfahrung.
  • Du arbeitest international oder möchtest international tätig sein: PMI CAPM und insbesondere PMP sind interessante Optionen. Das CAPM richtet sich an Personen am Anfang ihrer Projektmanagementlaufbahn, während PMP mehrjährige Erfahrung voraussetzt.
  • Du arbeitest in agilen Teams: Eine Scrum-, SAFe- oder IPMA-Agile-Leadership-Zertifizierung kann sinnvoll sein, wenn du deine Kenntnisse in agilen Methoden vertiefen oder eine entsprechende Rolle übernehmen möchtest.

Worauf solltest du bei der Wahl eines Projektmanagement-Zertifikats achten?

Bevor du dich für einen Lehrgang oder eine Zertifizierung entscheidest, solltest du einige Punkte vergleichen:

  1. Deine Berufserfahrung: Prüfe, ob du die Zulassungsbedingungen erfüllst. Besonders bei IPMA Level C und höher sowie bei PMP ist die praktische Erfahrung entscheidend.
  2. Dein berufliches Ziel: Möchtest du Projekte unterstützen, selbstständig leiten oder komplexe Programme und Portfolios verantworten?
  3. Das Arbeitsumfeld: Informiere dich, welche Projektmanagement-Methode in deinem Unternehmen, deiner Branche oder deinem angestrebten Tätigkeitsbereich verwendet wird.
  4. Die Anerkennung: Kläre, ob es sich um ein institutseigenes Schulzertifikat oder um eine Zertifizierung nach einem externen Standard handelt.
  5. Die Prüfung: Vergleiche, ob eine schriftliche Prüfung, ein Kompetenznachweis, ein Erfahrungsbericht oder eine Kombination verschiedener Beurteilungsformen vorgesehen ist.
  6. Die Gültigkeit: Informiere dich, ob das Zertifikat unbeschränkt gültig ist oder regelmässig erneuert werden muss.
  7. Die Vorbereitung: Prüfe, ob du einen Lehrgang besuchen musst oder ob du dich auch selbstständig auf die Prüfung vorbereiten kannst.

Ein Lehrgang kann dir helfen, die notwendigen Kenntnisse systematisch aufzubauen und dich auf eine externe Zertifizierungsprüfung vorzubereiten. Dabei ist jedoch wichtig, dass du die Anforderungen der jeweiligen Zertifizierungsstelle erfüllst. Der Besuch eines Vorbereitungskurses allein bedeutet nicht automatisch, dass du das entsprechende externe Zertifikat erhältst.

Fazit: Das passende Projektmanagement-Zertifikat richtet sich nach deiner Erfahrung und deinem Ziel

Ob Schulzertifikat, IPMA, HERMES, PMI oder eine agile Zertifizierung: Die verschiedenen Abschlüsse setzen unterschiedliche Schwerpunkte und richten sich an unterschiedliche Erfahrungsstufen. Für den Einstieg sind Schulzertifikate, IPMA Level D oder PMI CAPM mögliche Optionen. Wer nach einer in der Schweiz verbreiteten Projektmanagement-Methode arbeiten möchte, kann HERMES in Betracht ziehen. Für erfahrene Projektleitende bieten IPMA Level C bis A und PMI PMP Möglichkeiten, ihre Kompetenzen und Praxiserfahrung nachzuweisen.

Überlege dir deshalb zuerst, welche Aufgaben du künftig übernehmen möchtest und welches Zertifikat in deinem beruflichen Umfeld tatsächlich gefragt ist. Anschliessend kannst du gezielt eine passende Weiterbildung im Projektmanagement auswählen und dich auf den entsprechenden Abschluss vorbereiten.

Übersicht Schulen mit Ausbildung zum "Projektmanagement-Zertifikat"